60 Jahre Italiener in Wolfsburg

Teil 5 des Topthemas „Zusammen sind wir Wolfsburg“

Ein Jubiläum für die ganze Stadt

In diesem Jahr steht in Wolfsburg ein wichtiges Jubiläum an: Vor 60 Jahren kamen die ersten italienischen Arbeiter in der Volkswagenstadt an. Ein Ereignis, das nicht nur für die italienische Community, sondern für die ganze Stadtgesellschaft von Bedeutung ist. Denn: Wolfsburg hätte sich ohne die Ankunft der Italiener*innen und die spätere Zuwanderung auch anderer Nationalitäten nicht zu der Stadt entwickelt, die sie heute ist.

Im Laufe dieses Jahres sind zu diesem Thema mehrere Veranstaltungen geplant. Den Auftakt machte Anfang des Jahres die Ausstellung „Com’eravamo“. Der fotografische Blick auf die ersten italienischen ‚Gastarbeiter‘ in Wolfsburg (1962)“. Sie wurde von der Italienischen Konsularagentur gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), der Stadt Wolfsburg, der Volkswagen AG und weiteren Partnern im Designer Outlets Center realisiert. Ausgestellt wurden Fotografien aus dem Jahr 1962 – dem Jahr, in dem die ersten italienischen „Gastarbeiter“ gleich nach ihrer Ankunft in den Fokus der lokalen wie auch überregionalen Presse gerieten: Denn der Volkswagenkonzern realisierte für sie innerhalb kürzester Zeit die erste Großwohnsiedlung für „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik. Fotojournalisten, darunter Werksfotograf Willi Luther, hielten das Leben der Italiener in all seinen Facetten fest.

Zur Jahresmitte ist mit „Percorsi di vita“ eine weitere Ausstellung geplant, bei der die Perspektive umgekehrt wird: Auf Initiative des IZS sollen nun die Italiener*innen selbst zu Wort kommen und ihre Lebenswege erzählen. In der Präsentation werden etwa ein Dutzend Lebenswege von Italiener*innen zentral gestellt – von 1962 bis heute. Dafür sichtet Anita Placenti-Grau, die Leiterin des IZS, gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen aktuell nicht nur neu zur Verfügung gestellte Fotoalben, Originalfilmaufnahmen und weiteres Material, sondern führt bereits intensive Gespräche, die zahlreiche neue Perspektiven eröffnen.

„Es liegt in der Natur von Jubiläen, auf vergangene Ereignisse zurückzublicken, besondere Leistungen zu würdigen, ihre Bedeutung für das Heute zu begreifen“, hebt Fabio Dorigato, Italienischer Konsularagent in Wolfsburg, hervor. Doch damit nicht genug, denn „jedes Jubiläum, jeder Blick in die Geschichte bedeutet auch immer eine Chance, die eigene Perspektive zu wechseln und aus den Begebenheiten der Vergangenheit neue Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“. Eben jenen Perspektivwechsel wagt die geplante Folgeausstellung. Zweifelsohne haben „die Italienerinnen und Italiener in Wolfsburg viel erreicht: Damals in den 1960er Jahren als Gastarbeiter angekommen, haben sie sich heute als ein fester und bedeutender Teil der Wolfsburger Stadtgesellschaft etabliert“, führt Fabio Dorigato aus, „doch möchten wir mit der neuen Ausstellung der Frage nachgehen, wie und auf welchen Wegen sich die italienische Community über die letzten 60 Jahre in Wolfsburg etabliert hat“. Das geht nur exemplarisch – aber in einer größtmöglichen Vielfalt.

Text: Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) & Italienische Konsularagentur Wolfsburg

Beitragsbild: Willi Luther, 1962; Volkswagen AG

INFOBOX:

Wer in den 1960er Jahren selbst aus Italien nach Wolfsburg gekommen ist und noch Fotografien, Dokumente, Briefe oder Tagebücher aus den frühen 1960er Jahren besitzt, ist im IZS herzlich willkommen!

Anita Placenti-Grau, Telefonnummer: 05361 2757-34, E-Mail: anita.placenti-grau@stadt.wolfsburg.de

Weitere Veranstaltungen im Rahmen des 60. Jubiläums finden sich auf der Homepage der Italienischen Konsularagentur Wolfsburg: https://conswolfsburg.esteri.it/consolato_wolfsburg/de

Weiter zum Teil 6 „Tunesische Gastarbeiter in Wolfsburg“ des Topthemas:

DEIN WOLFSBURG, Ausgabe 15, Sommer 2022

 

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60 anni di italiani a Wolfsburg –

Un anniversario per tutta la città

In questo anno ricorre a Wolfsburg un anniversario importante: 60 anni fa arrivarono nella città della Volkswagen i primi lavoratori italiani. Questo avvenimento è significativo non solo per la comunità italiana, ma per l’intera società cittadina. Infatti, Wolfsburg non sarebbe diventata la città che è oggi senza l’arrivo degli italiani e senza la successiva immigrazione di altre nazionalità.

Nel corso dell’anno sono previsti diversi eventi dedicati a questa ricorrenza: la serie di manifestazioni è stata inaugurata all’inizio dell’anno dalla mostra „Com’eravamo. La visione fotografica dei primi ‚lavoratori ospiti‘ italiani a Wolfsburg (1962)“, organizzata presso i Designer Outlets dall’Agenzia Consolare d’Italia insieme all’Istituto Storico (IZS), il Comune di Wolfsburg, il Gruppo Volkswagen e altri partner. Furono esposte fotografie del 1962 – l’anno in cui i primi „lavoratori ospiti“ italiani, subito dopo il loro arrivo, divennero centro d’interesse della stampa locale e nazionale poiché la Volkswagen aveva costruito in brevissimo tempo il primo grande complesso residenziale per „lavoratori ospiti“ nella Repubblica Federale Tedesca. I fotoreporter, tra cui il fotografo di fabbrica Willi Luther, non persero l’occasione di fotografare gli italiani nella loro nuova vita a Wolfsburg, in diverse situazioni quotidiane.

Italienische Gastarbeiter
italienische Gastarbeiter
Foto: Willi Luther (c) Volkswagen AG

Per la metà dell’anno è prevista un’altra mostra, intitolata „Percorsi di vita”, in cui però la prospettiva sarà invertita: su iniziativa dell’IZS, saranno gli italiani stessi a raccontare la storia della loro vita. Una dozzina di italiane e italiani sono invitati a raccontare il loro percorso di vita, dal 1962 ad oggi. A questo scopo, Anita Placenti-Grau, la direttrice dell’IZS, e il suo staff stanno raccogliendo album fotografici, filmati originali e altro materiale privato finora mai esposto, conducendo inoltre diverse interviste e scoprendo numerosi nuovi punti di vista.

„È nella natura degli anniversari guardare indietro agli eventi passati, onorare le straordinarie conquiste, comprendere il loro significato per l’oggi“, sottolinea Fabio Dorigato, Agente Consolare d’Italia a Wolfsburg. Ma non è tutto, perché „ogni anniversario, ogni sguardo alla storia implica sempre la possibilità di cambiare la propria prospettiva e di trarre dagli eventi passati nuove conclusioni per il futuro“. È proprio questo cambio di prospettiva che la nuova mostra si propone di raggiungere. Non c’è dubbio che „gli italiani hanno ottenuto molto a Wolfsburg: arrivati negli anni Sessanta come „lavoratori ospiti“, si sono ora affermati come parte solida e importante della società cittadina di Wolfsburg“, spiega Fabio Dorigato, „ma con la nuova mostra vorremmo porre l’attenzione su come e con quali mezzi la comunità italiana si è stabilita a Wolfsburg negli ultimi 60 anni“. Questo può essere fatto solo a titolo di prova – ma nella massima diversità possibile.

INFO BOX:
Chiunque sia venuto a Wolfsburg dall’Italia negli anni ’60 e abbia ancora materiale fotografico, documenti, lettere o diari è pregato di contattare l’IZS! (Anita Placenti-Grau, tel. 05361.275734, e-mail: anita.placenti-grau@stadt.wolfsburg.de)

Trovi tutte le manifestazioni nell’ambito del 60°anniversario sulla homepage dell’Agenzia Consolare d’Italia: https://conswolfsburg.esteri.it/consolato_wolfsburg/it/

Testo: Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) & Agenzia Consolare d‘Italia Wolfsburg

2 Gedanken zu „60 Jahre Italiener in Wolfsburg

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