Ab auf die Decke

Für Tiefenentspannungssucher, Zweisamkeitsgenießer und Abenteuererleber: DEIN WOLFSBURG hat sich auf die Suche nach den besten Orten zum Decke ausbreiten für diese drei Picknick-Typen gemacht. Und sie gefunden: ein echtes Naturidyll am Rand von Nordsteimke, das durchaus (noch) ein kleiner Geheimtipp ist – und zwei Spots, die nur wenige hundert Meter entfernt voneinander liegen und doch unterschiedlicher nicht sein könnten. Also: Artikel lesen, Korb packen und ab zum turbulent-erlebnisreichen Tagesausflug mit der ganzen Familie, zum romantischen Pärchen-Picknick mit Schmetterlingen im Bauch oder einfach mal dahin, wo alle anderen nicht sind.

 

Für Tiefenentspannungssucher

Da sind sie also wieder: Fernsehturm, Volkswagen-Hochhaus, die Türme des alten Kraftwerks – gut sichtbar von hier oben, auf 126 Metern über dem Meeresspiegel. Doch so schnell man sie in der Ferne ausgemacht hat, so rasch verlieren sie an Präsenz. Denn Beton und Backstein werden förmlich verschlungen von einem Meer aus Wäldern und Feldern. Hier, an den Efeu-berankten Trinkwasserhochbehältern in Nordsteimke, diesem Idyll so fern von allem Städtischen wird die zweite Strophe der VfL-Hymne ein für alle Mal bestätigt: „Wolfsburg ist ‘ne grüne Stadt.“

Obwohl: Da ist mehr als Grün, viel mehr. Vor den beiden hölzernen Bänken mit kleinem, aber picknicktauglichem Tisch breitet sich das Allerurstromtal mit seiner Palette von Farben aus, wie sie eben nur die Natur – mit etwas Hilfe der ortsansässigen Landwirte – malen kann. Je nach Jahreszeit und Aussaht blüht satt gelb der Raps, spießen in schönstem Blau die Kornblumen oder wogt goldfarbener Weizen. Und darüber der Himmel, so klar, so unendlich weit, das man meint, am Horizont die Möwen über der Kieler Bucht kreisen zu sehen.

(c) Klaus Kirchhof

Das schönste an diesem Paradies aber ist: Man muss es nur selten mit jemandem teilen. Und wenn, dann nicht für allzu lange Zeit. Allenfalls Reiter hoch zu Pferd, manchmal noch Kinder vom angrenzenden Windmühlenberg verirren sich zu den Hochbehältern; die Brunnenwanderer im Stadtwald dagegen genießen meist zwar den Blick hinauf, aber nicht hinunter vom Hügel mit der Zisterne. Die hat übrigens Geschichte: Als sie 1943 erbaut wurde, war sie mit einem Fassungsvermögen von 30.000 Litern der größte Wasserspeicher in Europa. Inzwischen lagern hier sogar 45.000 Liter Trinkwasser aus dem Harz sowie aus den Wasserwerken Westerbeck und Rühen. Das ist in Sprudelflaschen-Dimension immer noch viel, aber längst nicht mehr rekordverdächtig.

Dafür hat das Areal am Ortsrand von Nordsteimke einen anderen Titel ganz sicher: den des tiefenentspanntesten Picknickspots der Stadt. Wer hier den Korb auspackt und das Tischlein deckt, hört nur noch, wie der Wind durch die Halme streift und die Vögel zwitschern. Ansonsten ist die Ruhe vollkommen. Mit Langeweile gleichzusetzen ist das allerdings nicht: Wen nach Sandwich, Marmorkuchen und Holunderblütensaft noch die Wanderlust packt, der macht einfach einen Abstecher in den Stadtwald: Dort, wo bis dato der recht geradlinige Hasselbach zu mäandrieren beginnt und sechs kleine Teiche abzweigt, erstreckt sich ein Weg, der linkerhand geradewegs auf den Rundweg der Brunnenwanderung führt.

Hat man dort genug gestaunt, gepumpt und getrunken – gerade im Sommer gibt es nichts erfrischenderes als das kalte Wasser aus der Tommyquelle – kann, nein: sollte, man sich noch einmal aufmachen zu den Hochbehältern und das Schauspiel beobachten, wenn sich der Tag seinem Ende neigt. Sobald die Abendsonne hinter dem Klieversberg verschwindet, den Himmel in leuchtendes Rot taucht und sich der Funkturm schwarz und feingliedrig wie eine Schattenspielfigur davor abzeichnet – ist die Schönheit dieses Idylls vollkommen.

Ruhe und Entspannung – 5/5     Romantik – 4/5     Spiel und Spaß – 1/5     Sauberkeit – 4/5     Parkplatznähe – 3/5

 

Für Zweisamkeitsgenießer

Die einen kommen, um Kunst zu gucken. Die anderen, um sich ihre Liebe zu beweisen: tauschen Ringe auf der Freitreppe, hängen Liebesschlösser ans Brückengeländer – und dann gibt es noch die mit dem Picknickkorb. Die, die wissen: Herzen lassen sich auch mit Prosecco, Tomate-Mozzarella und Hähnchen-Mango-Spießen erobern. Wenn das Umfeld stimmt. Und das stimmt in den Gartenanlagen rund um das Schloss Wolfsburg. Ob mittendrin oder ganz versteckt: Hier finden Turteltäubchen garantiert den richtigen Ort, für die wirklich romantische Alternative zum Candlelight-Dinner.

(c) WMG

Wer neben der Zweisamkeit mit dem Partner auch Sonne und Aussicht genießen will, breitet seine Decke am besten auf der großen Wiese an der Ostseite aus. Hier, im hohen Gras und von einem natürlichen Windschutz überwiegend aus Buchen und Eichen umrahmt, hat man freien Blick auf die schöne Weserrenaissance-Fassade – und mit etwas Glück aber auch auf eine der vielen Hochzeitsgesellschaften, die regelmäßig auf den mächtigen Stufen vor dem Gartensaal Aufstellung nehmen. Derlei reizvolle Panoramen ziehen jedoch auch andere an: Maler stellen hier ihre Staffelei auf, Sonnenhungrige ihre Liege, Fotografen allerlei Schirme und Lampen, um Braut und Bräutigam ins rechte Licht zu rücken.

Wer sein Geschirr also nicht unbedingt auf diesem Präsentierteller ausbreiten möchte, der geht einfach etwas weiter. Dort, wo der Baumbestand des Schlossparks dichter und höher wird, gibt es allerlei Freiflächen für ein wirklich vertrautes Pärchen-Picknick; sei es nahe der Erdskulpturen aus der Zeit der Landesgartenschau oder nahe der Aller-Auen, an denen die Weiden ihre Zweige ins fast melancholisch dunkle, hier und da von Seerosen bedeckte Wasser recken.

Und nach dem Essen? Ist das Schloss Ausgangspunkt für allerlei schöne Spaziergänge. Durch den Barockgarten nebst angeschlossenem, durchaus verwunschen wirkendem Heckenlabyrinth; oder nach Norden entlang der Allerschleife. Im Juni kann man an ein verträumtes Sonnenuntergangs-Picknick außerdem einen Besuch der Internationalen Sommerbühne anschließen. Sollte aber neben den Schmetterlingen im Bauch auch nach Schaumwein und Fingerfood noch Platz sein: ab aufs Fahrrad und nach Vorsfelde radeln. Hier warten im Sommer gleich drei echt-italienische Eisdielen auf frisch verliebte Pärchen und solche, die es werden wollen.

Ruhe und Entspannung – 3/5     Romantik – 5/5     Spiel und Spaß – 2/5     Sauberkeit – 5/5     Parkplatznähe – 5/5

 

Für Abenteuererleber

Nach dem Essen kommt die Langeweile? Packt man schnell zusammen und macht sich auf den Heimweg? Im Allerpark – garantiert nicht. Wer gerne Snack und Action kombiniert, ist hier goldrichtig: Sobald die Sonne kräftig scheint, verwandeln sich Liegewiese und Sandstrand in ein Meer aus Schirmen, Handtücher, Decken und Liegen – und das Areal in einen riesigen Spielplatz mit Angeboten für jedes Alter und jeden Geschmack: perfekt für Familien!

Zum prall gefüllten Picknickkorb gehört daher auch immer eine prall gefüllte Sporttasche. Nicht nur, um die sorgsam in Alufolie und Tupperdosen verpackten Kalorien loszuwerden; nein, einfach nur, um für die Aktivitäten-Vielfalt am 29 Hektar großen See gewappnet zu sein. Planschen, schwimmen, tauchen, Sandburgen bauen? Klare Sache. Aber auch ein Beachvolleyball-Match, ein Ritt auf dem Wakeboard oder eine wacklige Tour in luftigen Höhen im Klettergarten Monkeyman nebst kostenlosem Seilspielplatz gehören zum Pflichtprogramm eines erlebnisreichen Sommertags in Allerpark; genauso wie eine Partie Tischtennis, Disk-Golf oder Federball zwischendurch. Für kleinere Kinder erstreckt sich südlich entlang des Badelands ein riesiges Areal mit allerlei Spielgeräten.

(c) WMG

Wer es nicht ganz so sportlich mag, der hat rund um den Allersee überdies etliche tolle Gelegenheiten für Spaziergänge und Naturerkundungen: Am Bürgerkämpegraben bauen die Biber gewaltige Dämme, dort gelangt man auch über Holzstege ins angrenzende Naturschutzgebiet mit malerischer Schilflandschaft und einer enormen Artenvielfalt.

So vielfältig wie das Rahmenprogramm sind auch die möglichen Orte fürs Picknicken: Im Gras oder im Sand, unterm Sonnenschirm oder im Schatten der Bäume sind die Auswahlmöglichkeiten für diejenigen, die ihre Decke gern dort ausbreiten, wo richtig etwas los ist: am Hauptstrand im Norden. Wer es dagegen ruhiger mag, findet sogar im trubeligen Allerpark einige entspannte Ecken. Der kleine Strandabschnitt nahe des Campingplatzes ist häufig weniger überlaufen; die Ufer im Osten sind es ebenfalls, werden jedoch meist schon in aller Frühe von Anglern in Besitz genommen.

Und selbst die Romantiker kommen im Allerpark übrigens nicht zu kurz. Die öffentlichen Stege nahe der Clubhäuser der Wassersportvereine sind herrliche Picknickspots: einfach die Decke auf den Holzplanken ausbreiten, die Füße im Wasser baumeln lassen und den Blick über den spiegelglatten See schweifen lassen – und danach ganz abenteuerlustig ins Wasser hechten.

Ruhe und Entspannung – 2/5     Romantik – 2/5     Spiel und Spaß – 5/5     Sauberkeit – 5/5     Parkplatznähe – 3/5

YN