Ein Tag voller Wald, Wasser und Wunder
Beim ersten Versuch passiert – nichts. Nur Knarzen, Quietschen, kein Tropfen. Doch dann, nach ein paar kräftigen Pumpbewegungen, gluckert es im Inneren. Und plötzlich spritzt eiskaltes Wasser aus dem Auslauf. Hände drunter – herrlich erfrischend!
Wir sind unterwegs im Wolfsburger Stadtwald auf der Brunnen- und Quellenwanderung – perfekt für einen Tagesausflug ins Grüne: mal ruhig und erholsam, mal überraschend mit besonderen Entdeckungen. Früher waren Brunnen und Quellen nicht nur Versorgungsstellen, sondern auch Treffpunkte – echte Lebensadern ganzer Dörfer. Heute laden sie ein, kurz stehenzubleiben, den Moment zu genießen und dem Plätschern zu lauschen.
Am Kaiserstuhl sprudelt es los
Startpunkt ist das VW-Bad. Von hier führt der Weg direkt hinein in den Stadtwald. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den Brunnen zum Kaiserstuhl. Der große Lavastein stammt aus der Eifel und ist rund 80 Millionen Jahre alt – ein Stück Erdgeschichte zum Anfassen. Gleich daneben: eine kleine Blase im Boden. Drauftreten – und das Wasser sprudelt los.

Geschichte am Köhlerbrunnen
Ein paar Schritte weiter wartet der Köhlerbrunnen – früher Teil der ersten Wolfsburger Wasserversorgung. Hier wird das Wasser mit einer Handpumpe aus 120 Metern Tiefe nach oben geholt, sammelt sich im Sandsteintrog und fließt schließlich in den Stemmelbach.

Unsere Reiseführerin mit Flügeln
Die Libelle weist uns den Weg: mal auf Schildern, mal als steinerne Figur, aus deren Maul das Wasser sprudelt. Verlaufen? Kaum möglich. Dazu verraten farbige Markierungen (blau, grün oder rot), ob man 8, 10 oder 14 Kilometer unterwegs ist – ideal für Familien, Spaziergänger oder sportliche Läufer.
Brunnen mit Namen und Geschichten
Auf der langen Tour entdecken wir die Käfertränke, das alte Wassermühlenrad, die Handschwengelpumpe – und liebevoll klingende Stationen wie den Schälchen-Brunnen oder die Tommy-Quelle, benannt nach einem englischen Hauptmann. Viele Brunnen sind ans Wolfsburger Trinkwassernetz angeschlossen – und ja, jeder schmeckt tatsächlich ein bisschen anders.
Ziel erreicht: die Rotheburg-Quelle
Zum Abschluss wartet die Rotheburg-Quelle, die an die Burg am Rotheberg aus dem 14. Jahrhundert erinnert. Das Wasser sprudelt hier aus 70 Metern Tiefe, weich, kühl und mineralhaltig. Manche füllen ganze Kisten – frischer geht’s nicht.

Zurück am VW-Bad sind die Beine schwer, der Kopf frei – und wir nehmen das Gefühl mit, einen kleinen Schatz entdeckt zu haben.
Praktische Infos:
Startpunkt: VW-Bad, Wolfsburg
Streckenlängen: 8, 10 oder 14 km
Markierung: Libellen-Symbole & farbige Punkte
Besonderheit: Viele Brunnen führen Wolfsburger Trinkwasser – Flasche zum Auffüllen lohnt sich!
👉 Tipp: Wanderschuhe an, Trinkflasche einpacken und den Wolfsburger Stadtwald auf eigene Faust erkunden. Wasser, Wald und kleine Wunder sind garantiert!
Beitragsbilder © WMG
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