Junges Mädchen beim Discgolfspielen.

Discgolf im Allerpark

Dein Outdoor­spaß in Wolfsburg

Die Sonne spiegelt sich im Allersee, Kinder rennen lachend über die Wiesen, Jogger ziehen ihre Runden. Und plötzlich: Zisch! Eine bunte Scheibe schneidet durch die Luft, segelt elegant über eine Baumreihe – und landet mit einem metal­li­schen Klong im Korb. Applaus, Gelächter, Jubel. Willkommen beim Discgolf im Allerpark!

Was ist Discgolf überhaupt?

Stell dir Golf vor, aber ohne Schläger, ohne Ball und ganz ohne teuren Club. Statt­dessen hast du eine handliche Scheibe, kaum größer als eine Frisbee. Dein Ziel: Sie mit möglichst wenigen Würfen vom Start­punkt in einen rund 70 Zenti­meter hohen Metall­korb zu bugsieren. Das Prinzip ist simpel, aber der Spaß riesig.

Das Beste: Der 18-Bahnen-Parcours im Allerpark ist frei zugäng­lich und kostet keinen Cent. Und wenn du noch keine eigenen Scheiben hast? Kein Problem! Im Kolum­bia­ni­schen Pavillon, am Camping­platz oder im Hotel Courtyard kannst du dir Discs einfach gegen Pfand leihen – Scorecard und Parcours­plan inklusive.

Ein Platz für alle, Anfänger und Profis

Seit 2011 lockt der Kurs Spiele­rinnen und Spieler an. Jede Bahn ist zwischen 35 und 105 Meter lang, eine komplette Runde dauert etwa andert­halb Stunden. Mal geht es über offene Wiesen, mal zwischen Bäumen hindurch, mal über kleine Hügel. Manchmal braucht es den kräftigen Wurf aus vollem Arm, manchmal Finger­spit­zen­ge­fühl wie bei einer präzisen Dartscheibe.

Die inter­na­tio­nale Community bewertet den Kurs als „Easy“ – also einsteig­er­freund­lich. Und doch ist er abwechs­lungs­reich genug, damit auch geübte Spieler Spaß haben.

Discgolf ist wirklich ein Sport für jedermann“, sagt Thomas Kowalczyk, Vorstand des Vereins Disc Golf Timber­Wolfes Wolfsburg e. V.. Und er hat recht: Ob Kind oder Senior, sportlich oder gemütlich – hier zählt nur die Lust, die Scheibe fliegen zu lassen.

Leichter Einstieg, große Freude

Schon mit einem Einstei­gerset aus drei Scheiben, das ab etwa 25 Euro im Handel erhält­lich ist, kannst du loslegen. Wer erst mal schnup­pern will, nimmt Leihscheiben und probiert eine Runde aus. Wer Blut geleckt hat, kann bei den Timber­Wolfes vorbei­schauen – sie bieten Training und organi­sieren Turniere, bei denen es von lockeren Freund­schafts­runden bis zu echtem Wettkampf­modus geht.

Kleiner Tipp für deine Runde

Der Allerpark ist ein beliebtes Ausflugs­ziel. Am Wochen­ende oder bei schönem Wetter lohnt es sich, früh zu starten – so hast du die Bahnen freier und kannst dich besser auf dein Spiel konzentrieren.

Wolfs­burgs Discgolf-Community

Seit 2013 sorgen die Timber­Wolfes dafür, dass Discgolf in Wolfsburg wächst. Sie trainieren regel­mäßig, laden zu Turnieren ein und heißen neue Gesichter herzlich willkommen. Wer Lust hat, tiefer einzu­steigen, findet hier sofort Anschluss, und vielleicht auch ein neues Hobby fürs Leben.

Stell dir vor…

Du stehst am Abwurf­punkt. Deine Freunde lachen noch über deinen letzten Versuch, der spekta­kulär im Gebüsch gelandet ist. Du holst tief Luft, wirfst – und diesmal fliegt die Scheibe wie auf Schienen, landet mit einem satten Klong im Korb. Deine Arme gehen hoch, Jubel bricht aus. Das ist Discgolf: draußen sein, lachen, kleine Glücks­mo­mente sammeln.

👉 Also: Nimm dir eine Scheibe, schnapp dir deine Freunde und probiere es selbst. Wolfsburg spielt!

© WMG

Und falls ihr tiefer einsteigen wollt, hier die Basics zu Scheiben und Wurftechniken:

Scheiben/Dics

Beim Disc Golf gibt es verschie­dene Scheiben, die 150 bis 200g wiegen und teilweise sehr unter­schied­liche Flugei­gen­schaften besitzen. Es gibt drei Oberkategorien:

  • Driver: Häufig für den ersten Wurf, um so weit wie möglich zu kommen. Diese Scheiben haben einen keilför­mi­geren, aerody­na­mi­scheren Rand als die „Putter“. Dadurch sind sie schneller, aber auch insta­biler in ihrer Flugbahn – sie kippen schneller nach links oder rechts in der Luft weg. Für kurze Würfe nicht zu empfehlen.
  • Midrange (oder Multi-Purpose): Für kürzere Würfe, um sich einem Korb für den finalen Wurf anzunä­hern. Diese Scheiben haben eine stabile Flugbahn und fliegen nicht so weit wie Driver.
  • Putter: Für die kürzesten und präzi­sesten Würfe auf den Korb.

Wurf-Techniken

Es gibt verschie­dene Wurf-Arten:

Roller: Hier wird die Scheibe gerollt (meistens nur, wenn es nicht mehr anders geht). Man kommt so weiter, jedoch ist die Richtung schwierig zu kontrollieren.

Backhand: Rückhand-Wurf wie mit einer normalen Frisbee-Scheibe. Besonders für weite Würfe geeignet.

Sidearm: Mit der Vorhand weg von der Hüfte werfen, um etwa einen Baum zu umspielen. Die Scheibe fällt in die gegen­ge­setzte Richtung ab.

Overhead oder Upside-down: Man wirft die Scheibe über den Kopf so, dass die Scheibe auf den Rücken zu liegen kommt. Mit dieser Wurftechnik gelangt man leichter über große Büsche oder kleine Bäume.

Bildma­te­rial: © WMG, Fotos in der Galerie: Thomas Kowalczyk

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