Fabio Pfohl von den Grizzlys Wolfsburg vor dem Training der Grizzlys Wolfsburg am 06.08.2025 in Wolfsburg, Deutschland.

Fabio Pfohl – „Pfoli“

Vom kreativen Stürmer zum zuver­läs­sigen Defen­siv­spe­zia­listen – Fabio Pfohl wurde in dieser Saison vom Aushilfs­ver­tei­diger endgültig zum festen Abwehr­spieler bei den Grizzlys Wolfsburg, und er genießt diese neue Rolle sichtbar.

Er war vielfa­cher Jugend- und Junio­ren­na­tio­nal­spieler, stand sogar im Fokus von NHL-Klubs und wurde 2016 in der DEL im Trikot der Grizzlys als Rookie des Jahres ausge­zeichnet. Doch inzwi­schen ist all das Teil seiner Vergan­gen­heit, denn damals lief er als Stürmer auf – heute ist er Verteidiger.

Das Schwie­rigste an der Umstel­lung war, im Kopf die letzten 20 Jahre zu streichen. Man hat Instinkte, nach vorne zu gehen, jetzt muss es in vielen Situa­tionen ein Automa­tismus werden, den Schritt nach hinten zu machen“, so Pfohl.

In den vergan­genen beiden Spiel­zeiten hatte der heute 30-Jährige bereits in Notlagen den Vertei­di­gungsjob übernommen, weil er gut rückwärts arbeiten kann und über ein hervor­ra­gendes Raum- und Spiel­ver­ständnis verfügt. Trainer Mike Stewart setzte ihn dort erfolg­reich ein. Im Rahmen seiner Vertrags­ver­län­ge­rung für die laufende Saison wurde mit Pfohl, Sport­di­rektor Karl-Heinz Fliegauf sowie Coach Stewart intensiv über die dauer­hafte Rolle als Hinter­mann gespro­chen. Pfohl sagte zu.

Mir hatte die Rolle gefallen, als ich als Stürmer hinten ausge­holfen habe“, erklärt er. „Dass ich mal die Total­um­stel­lung mache, hätte ich vor einigen Jahren nie gedacht.“

Nun wird er gezielt als Vertei­diger geschult: „Alle Trainer, vor allem der für die Defensive verant­wort­liche Gary Shuchuk, vermit­teln mir viel“, sagt Pfohl. „Zudem helfen mir alle meine Abwehrmitspieler.“

Pfoli privat

Aus Köln war er übrigens auch wegen seiner Frau Victoria zurück­ge­kehrt, die bei Volks­wagen arbeitet. Nachdem er als Stürmer in den vergan­genen Jahren nach seiner Rückkehr von den Kölner Haien weniger Eiszeit bekommen hatte, hat sich das Blatt gewendet: In der aktuellen Saison zählt er zur Defensiv-Stamm­riege. Seine offen­siven Quali­täten sind dabei keines­wegs verloren – „die möchte ich natürlich einbringen, um damit auch zu helfen.“

Was die Zukunft nach seinem derzei­tigen Vertrag angeht, hält Pfohl seine Optionen offen. „Unser Lebens­mit­tel­punkt wird Wolfsburg bleiben“, sagt der Tierfreund, der mit seiner Frau Victoria, einem Kater und zwei Hunden in der Nordstadt lebt.

Schon als Kind wollte Fabio Pfohl Eisho­ckey­spieler werden – ein Traum, den er sich mit Leiden­schaft und Durch­hal­te­ver­mögen erfüllt hat. Glücklich machen ihn heute Familie, Freunde und Eishockey – die drei Konstanten, die ihm auch in anspruchs­vollen Phasen der Umstel­lung Halt geben.

Wenn er einmal nicht auf dem Eis steht, darf es gern etwas Italie­ni­sches sein: Spaghetti Carbonara sind sein Lieblings­ge­richt. Besonders gern geht er in Wolfsburg in die Trattoria Berto. Dort ist es „sehr familiär und das Essen ist top“, verrät mir „Pfoli“.

Auch in seiner Freizeit genießt Pfohl das Leben in Wolfsburg: Ob beim Angeln, im Café Super­leg­gera, in der Vinothek, in der Hafen­butze, oder beim gemüt­li­chen Spazier­gang in Reislingen.

Seit Kurzem begleitet ihn außerdem ein beson­derer Glücks­bringer: ein selbst­ge­machtes Armband von Ben Fauser, dem älteren Sohn seines Teamkol­legen „Fausi“.

Abseits der Arena bleibt Pfohl sich treu, denn sein Lebens­motto lautet schlicht, aber passend:

Sei du selbst.“

Und genau das spürt man bei jedem Auftritt auf dem Eis.

Wir Wolfs­burger und Wolfs­bur­ge­rinnen stehen hinter unseren Grizzlys und vielleicht trifft man sich ja beim nächsten Spiel!

Bildma­te­rial: © Grizzlys Wolfsburg, Fotos: City-Press-GmbH

Mehr Infor­ma­tionen zu den Grizzlys Wolfsburg findest du hier: https://www.grizzlys.de/

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