Frau macht Liegestütze an einer Holzstation im Wald am Klieversberg mit Blick auf Wolfsburg.

Liege­stütze mit Blick auf die Stadt

Unterwegs auf dem Trimmpfad am Klieversberg

Der Wald am Klievers­berg ist für viele Wolfs­bur­ge­rinnen und Wolfs­burger eine beliebte Oase für eine kleine Auszeit. Joggen, Spazie­ren­gehen oder einfach frische Luft schnappen – hier oben ist die Stadt schnell ein Stück weit weg. Seit November 2025 gibt es einen weiteren guten Grund, hierher zu kommen: Der Trimmpfad lädt dazu ein, Bewegung und Natur­er­lebnis mitein­ander zu verbinden.

Ich habe mir die Strecke selbst einmal vorge­nommen und kann schon vorweg sagen: Ein bisschen Muskel­kater gehört vermut­lich dazu.

Auf die Plätze, fertig, los!

Der Einstieg ist leicht zu finden. Wer in Verlän­ge­rung der Sauer­bruch­straße am Fernmel­de­turm vorbei­geht und anschlie­ßend links in den Wald abbiegt, stößt direkt auf eine Infotafel, die einen kurzen Überblick über die Strecke und die Übungen gibt. Von dort führt der rund 1,7 Kilometer lange Rundkurs entlang der bestehenden Waldwege durch den Stadtwald. Los geht es auf der anderen Straßen­seite mit dem Klimm­zug­trainer. Kurz überlege ich, ob ich den Rundkurs vielleicht doch lieber in die andere Richtung starten sollte, aber nein. Das für mich Schwerste zuerst.

Acht Stationen auf rund 1,7 Kilometern

Insgesamt acht Stationen warten unterwegs mit Übungen für Kraft, Ausdauer und Koordi­na­tion. Statt Fitness­studio-Atmosphäre gibt es hier Vogel­ge­zwit­scher, Waldboden unter den Schuhen und immer wieder kleine Lichtungen. Kleine Schilder weisen den Weg und an jeder Station gibt es Infota­feln, die die auszu­füh­renden Übungen erklären und aufzeigen, was dabei trainiert wird.

Der Reiz des Pfads liegt genau in dieser Mischung. Ein paar Minuten laufen, dann eine Übung – und weiter geht’s zur nächsten Station. Mal Balance, mal Klimmzüge, mal ein kleiner Sprung- oder Koordi­na­ti­ons­par­cours. Wer möchte, kann den Rundweg entspannt angehen oder ihn als echtes Workout nutzen.

Beim Auspro­bieren wird schnell klar: Der Parcours ist bewusst so gestaltet, dass wirklich jeder mitmachen kann. Anfänger, Spazier­gänger oder sportlich Ambitio­nierte – jeder bestimmt sein Tempo und die Anzahl der Übungs­durch­läufe selbst.

Nach der Hälfte der Übungen komme ich zu meiner Lieblings­sta­tion – auch wenn die Arme hier schon ein wenig brennen. Mit Blick über die Stadt geht es hier mit Liege­stützen weiter – eine Perspek­tive, die man beim Training sonst eher selten hat.

Ein Revival mit Geschichte

Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. Bereits 1974 wurde am Klievers­berg ein Trimmpfad aufgebaut. Mit den Jahren verschwanden die hölzernen Geräte jedoch Stück für Stück. Jetzt erlebt das Konzept sozusagen ein Comeback.

Zum Schluss meiner Runde geht es noch ans Bockspringen. Da fühle ich mich direkt wieder in Kindheits­tage zurück­ver­setzt. Bei alle dem Spaß vergesse ich fast, wie anstren­gend auch diese Übung nach ein paar Wieder­ho­lungen werden kann.

Besser als Fitnessstudio

Wer am Klievers­berg unterwegs ist, merkt schnell, wie gut sich Natur und Bewegung verbinden lassen. Der neue Trimmpfad passt deshalb perfekt hierher – egal ob beim schnellen Trainings­durch­gang, beim Spazier­gang mit kurzer Übungs­pause oder beim spontanen Wettkampf mit Freunden. Er motiviert dazu, mal rauszu­kommen, Sport zu treiben und dabei die Natur zu genießen.

Mein Fazit nach einer Runde: Der Weg zum Klievers­berg lohnt sich. Und wer beim wohlver­dienten Spazier­gang oder der nächsten Trainings­ein­heit ein paar Liege­stütze mit Aussicht einlegt, merkt schnell: Sport im Wald fühlt sich einfach ein bisschen besser an.

Sport in der Natur ist dein Ding? Dann schau auch bei unseren Beiträgen zum Lauftreff beim VfL Wolfsburg und zu Discgolf im Allerpark vorbei.

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