Menschen stricken an einem Tisch voller bunter Wolle, Strickzeug und Getränken.

Masche für Masche ins Gespräch

Strikke-Kaffee im Café Schau-ins-Land

Gemeinsam stricken, quatschen und Kaffee trinken – so einfach lässt sich der Nachmittag im Strikke-Kaffee der Diakonie Wolfsburg beschreiben. Alle zwei Wochen treffen sich hier Stick-Begeis­terte, um gemeinsam an ihren Projekten zu arbeiten.

Mehr als nur Stricken

Als ich das Café Schau-ins-Land im 16. Stock des Diakonie-Hochhauses betrete, höre ich zuerst leise Gespräche und gedämpftes Lachen. Eine Kellnerin trägt auf einem Tablet einige Tassen Kaffee und Kuchen zu einer Gruppe am anderen Ende des licht­durch­flu­teten Cafés. Auf den Tischen liegen Wollknäuel in allen Farben, daneben angefan­gene Projekte – von Socken über Schals bis hin zu Mützen.

Strikke“ kommt aus dem Skandi­na­vi­schen und bedeutet schlicht „stricken“. An die skandi­na­vi­sche Tradition des Strickens knüpft das Strikke-Kaffee an und greift dabei einen auch in Deutsch­land immer größer werdenden Trend auf. Denn Handar­beiten ist längst nichts mehr, das man nur in Omas Stube findet. Bereits seit einigen Jahren ist Stricken im Mainstream angekommen und begeis­tert zunehmend Menschen jeden Alters auf der ganzen Welt. Und genau darum geht es hier – aber eben nicht nur. Wer herein­kommt, wird freund­lich begrüßt und findet schnell einen Platz. Auch ich werde direkt an den Tisch gewunken und freund­lich begrüßt.

Material und Projekte bringt jeder selbst mit. Die kleine Tisch­gruppe füllt sich schnell. Erfahrene Strick­profis sitzen neben neugie­rigen Anfän­ge­rinnen. Neben mir erklärt eine Teilneh­merin geduldig, wie man die ersten Maschen aufnimmt. Eine andere zeigt der Runde ihr neuestes Projekt. Der Schal, dessen zugespitzte Form an den schup­pigen Schwanz eines Drachen erinnert, wird inter­es­siert herum­ge­reicht. Schnell wird mir klar: Hier geht es nicht um Perfek­tion, sondern um das gemein­same Tun. Im Mittel­punkt stehen vor allem die Gemein­schaft und der Austausch.

Während die Hände beschäf­tigt sind, entstehen Gespräche über Alltäg­li­ches, Persön­li­ches und alles, was gerade bewegt. Durch die verschie­denen Projekte entstehen immer wieder neue Ideen. Muster werden gezeigt, Abläufe erklärt, kleine Tricks weiter­ge­geben. Das Strikke-Kaffee ist erst vor wenigen Wochen gestartet, doch schon jetzt werden Ideen für mögliche, gemein­same Projekte ausgetauscht.

Manche kommen regel­mäßig, andere schauen lediglich ab und zu vorbei. Jeder so, wie es passt.

Mein Fazit

Im Strikke-Kaffee geht es um Begegnung und ein gemein­schaft­li­ches Mitein­ander – gemütlich, entspannt, ohne Eile. Genau das macht den Reiz aus: Man kommt ins Gespräch, lernt neue Menschen kennen und verbringt eine entspannte Zeit in netter Runde, während man etwas tut, das einem Spaß macht.

Das Café-Team sorgt mit einer Auswahl an Kuchen, Torten, Kaffee­spe­zia­li­täten und anderen Getränken dafür, dass auch der Genuss nicht zu kurz kommt. Ein Stück Käseku­chen und eine Tasse Cappuc­cino machen den Nachmittag komplett.

Jeder ist willkommen

Wer Lust hat, selbst einmal die Nadeln klappern zu lassen oder einfach bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch zu kommen, ist herzlich willkommen. Auch wer noch nie gestrickt hat, sollte sich nicht scheuen, mal vorbei­zu­kommen. Viel braucht es nicht – ein Projekt, ein bisschen Zeit und die Bereit­schaft, sich an den Tisch dazuzu­setzen. Jeder kann kommen und gehen, wie es passt. Eine Anmeldung zum Termin ist dennoch gewünscht, damit der Platz­be­darf im Café einge­plant werden kann.

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