Mediengestalter Print

Wenn sie nicht wären, würden viele gute Ideen ganz einfach verpuffen: die Mediengestalter. Sie arbeiten in Marketingabteilungen großer Unternehmen, in Verlagen, in Designagenturen. Und haben das Geschick, Konzepte von Designern in die Praxis, sprich: in Form von klasse aussehenden Medien umzusetzen. Wir haben einen Auszubildenden in seiner Agentur besucht.

(c) Sebastian Dorbrietz

Warum er sich für diese Ausbildung entschieden hat und keine andere? „Weil ich etwas in den Händen halten will, wenn ich meine Aufgabe erfüllt habe. Das ist mir viel wert“, sagt Marcel Wenzel. Broschüren und Flyer, Kataloge und Geschäftspapier: All das fühlt sich nicht nur gut an, sondern sieht auch gut aus. Genauso wie seine mobilen Plakate, die die Außenhaut von Wolfsburgs Bussen zieren und durch die Stadt rollen. „Solche großflächigen Motive zu gestalten – das reizt mich.“ Marcel Wenzel macht eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print und ist mittendrin im dritten Ausbildungsjahr. Er ist Experte für die professionelle Umsetzung fast aller Arten von Medienprodukten. „Von der Visitenkarte bis zur großen Webseite“, erzählt der 20-Jährige. Was ihm besonders gut gefällt: „So etwas wie Alltag – den gibt’s nicht. Im Prinzip habe ich jeden Tag etwas anderes zu tun. Es kommen immer wieder neue Projekte, auf die ich mich freuen kann.“

Gut, dass Marcel Wenzel ein kreativer Kopf ist. Kunst war eines seiner liebsten Schulfächer. Seine Lehrer haben immer gesagt, „dass ich später sicher mal etwas Künstlerisches machen werde“. Leidenschaft für gutes Design, Formgefühl, Fantasie: All das braucht er für seinen Job. Noch wichtiger ist, dass er ein Händchen dafür hat, die Ideen der Grafikdesigner umzusetzen. Mediengestaltung ist vor allem Handwerk, und seine Werkzeuge sind Computer-Programme wie Illustrator, InDesign und Photoshop von Adobe. Was will der Auftraggeber mit seinem Medium erreichen? Welche Freiräume bietet sein Corporate Design für die Gestaltung? Wie sieht das Budget aus, wann ist der Abgabetermin? „Jedes Projekt beginnt mit dem Kontakt zum Kunden“, sagt Marcel Wenzel. Seine Erwartungen stehen an erster Stelle, auf ihn und seine Kommunikationsziele richtet der Mediengestalter seine Arbeit aus. „Design ist nur dann schön, wenn es funktioniert – sonst wäre es Kunst“, sagt Nicola Grund.

Sie ist Gründerin und Chefin der im Gewerbegebiet Ost beheimateten Grunddesign GmbH, die ein Team von zehn Mitarbeitern hat und das Ausbildungsunternehmen von Marcel Wenzel ist. Nicola Grund sagt, was sie von einem guten Mediengestalter erwartet: „Weil das Berufsfeld so dynamisch ist, muss er schnell dazulernen können. Allein die Programme, mit denen er täglich an seinem Schreibtisch zu tun hat: Es gibt immer wieder neue Funktionen und was sie von einem guten Mediengestalter erwartet: „Weil das Berufsfeld so dynamisch ist, muss er schnell dazulernen können. Allein die Programme, mit denen er täglich an seinem Schreibtisch zu tun hat: Es gibt immer wieder neue Funktionen und Möglichkeiten, die er in seine Arbeit einbinden muss.“

Welche Eigenschaften ihr außerdem wichtig sind: „Sauberkeit und Sorgfalt bei der Umsetzung von Korrekturen, damit die Druckdaten hundertprozentig korrekt sind. Fehler kosten Geld.“ Gerade jetzt, in den letzten Wochen des Jahres, herrscht Hochbetrieb in der Wolfsburger Agentur, viele Projekte stehen kurz vor dem Abschluss. Die Designs aufs Papier bringen, Layouts mit seinen Kollegen abstimmen, Kundenpräsentationen den letzten Schliff geben: Marcel Wenzel gefällt diese arbeitsreiche Zeit, weil er mit vollem Herzen Mediengestalter ist. Und weil er bei fast allen Projekten eine wichtige Rolle erfüllt. Er weiß schon, was er nach seiner Ausbildung macht: „Dann will ich mit meinem Beruf voll durchstarten.“

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INFORMATION

Tätigkeiten: Der Mediengestalter Digital und Print bringt das in Form, was sich die Kreativen ausdenken – und lässt auch seine eigenen Ideen in das Medienprodukt einfließen.

Ausbildung: Während seiner Ausbildung spezialisiert er sich in einer von drei Fachrichtungen: Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung, Gestaltung und Technik. Ausbildungsorte sind sein Ausbildungsunternehmen und auch die Berufsschule, wo etwa die Konzeption und die Produktion von Medien auf dem Stundenplan stehen. Marcel Wenzel besucht die Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig.

Ausbildungsdauer: drei Jahre