Quantenausstellung im phaeno

Mit Quanten spielen

phaeno Wolfsburg startet in die Quantenwelt

Schön rosa leuchtet mein virtu­elles Quant, das ich mit zwei Fingern greifen kann. Diese Welt, die ich gerade mithilfe einer AR-Brille betreten habe, gefällt mir. Eine ruhige Stimme erklärt mir, wie ich dieses Quant telepor­tieren kann. Geschafft! Und ganz nebenbei habe ich auch jede Menge Wissen über Quanten mitgenommen.

Mit dabei, bei dem Start in die Quanten­welt, sind drei weitere Stationen: Eine Paulfalle, mit der kleine Teilchen einge­fangen werden können, ein Versuch, an denen verschränkte Quanten sichtbar gemacht werden und das Kunstwerk „Polariz­a­tion No33“, das mit Drehscheiben einen Tanz der aufblin­kenden Polari­sa­ti­ons­scheiben darstellt.

An der Paulfalle ersetzen sichtbare Bärlapp­sporen die Quanten. Diese rieseln von meinem Stab brav in die Falle und ich kann sie durch elektri­sche Felder manipulieren.

Mit diesem Wissen über verschränkte Teilchen und die Paulfalle könnte ich jetzt schon fast einen Quanten­com­puter bauen“, erfasst mich nach diesen Stationen der Übermut. Dass dies in Wirklich­keit noch viele Heraus­for­de­rungen beinhaltet, merke ich dann sofort an dem Exponat „verschränkte Quanten“. Da bin ich froh, dass es mir der Kurator Dominik Essing, der gerade das Exponat neu justiert, einge­hender erklärt.

Beim Experi­men­tieren frage ich ihn dann auch gleich, warum er die Heraus­for­de­rung angenommen hat, in Zusam­men­ar­beit mit der TU Braun­schweig diese Exponate zu einem sehr komplexen Thema zu entwi­ckeln: „Die Quanten­welt besitzt ein großes Potenzial. Viele Expert*innen verspre­chen sich davon neue Möglich­keiten beispiels­weise für die Medika­men­ten­for­schung oder die Logistik der Contai­ner­schiff­fahrt. Deswegen ist es eine gute Idee, diese Quanten­welt schon jetzt einem breiten Publikum zugäng­lich zu machen“, erklärt er mir.

Beim Kunstwerk Polariz­a­tion No33 von Pe Lang lasse ich meinen Ausflug in die Quanten­welt nun ausklingen. Die aufblin­kenden Muster erinnern mich entfernt an eine Digital­an­zeige. Ich warte noch einen Moment. Vielleicht taucht die 42, die Antwort auf alle Fragen, ja noch auf….

Andrea Behrens

Titel­photo: © phaeno
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Das könnte dir auch gefallen