Unser Weihnachts-Heldenteam

Hast du dem Weihnachtsmann schon deinen Brief mit Weihnachtswünschen geschickt?

Hoffentlich ist der nicht so lang geworden, wie die Wunschliste auf dem Bild. Hast du dich einmal gefragt, wie der Weihnachtsmann das alles schaffen soll, bei Zweimilliarden Kindern auf der Welt. Wenn du dir vorstellst, dass jedes Kind nur drei Wünsche an den Weihnachtsmann sendet, dann macht das schon 2.000.000.000 x 3 = 6.000.000.000 Geschenke. Und die soll der Weihnachts-mann an einem Abend verteilen? Mal ehrlich, das kann er gar nicht schaffen. Aber wer bringt denn nun die Geschenke zur fröhlichen Weihnachtsbescherung? Die Antwort ist: das Gabenbringer-Weihnachtsteam. Der Weihnachtsmann, der Sternenmann, das Christkind, die Hexe Befana, die Heiligen Drei Könige, Väterchen Frost und noch einige mehr unterstützen sich gegenseitig bei der Verteilung der Geschenke. Allerdings an unterschiedlichen Einsatzorten.

Schon am 6. Dezember ist es der Nikolaus, der bei uns durchs Land zieht und brave Kinder beschenkt. Am 24. Dezember, an Heiligabend, ist es meist der Weihnachtsmann auf seinem Rentierschlitten, der von Haus zu Haus fliegt und die Geschenke verteilt.

Viele Kinder in Polen bekommen am 24. Dezember dagegen vom Sternenmann die Geschenke gebracht. Der Heilige Abend wird in Polen Wigilia genannt. Er ist für die überwiegend katholische Bevölkerung Polens von ganz besonderer Bedeutung. Einem alten Volksglauben zufolge ist der Ablauf dieses Tages entscheidend für das gesamte nächste Jahr. Verbringt die Familie Wigilia gemeinsam in einträchtiger Ruhe, wird sich das für die Zukunft positiv auf die Stimmung im Haus auswirken. Nach Einbruch der Dunkelheit kommt dann die gesamte Familie zum Weihnachtsessen zusammen. Es wird immer ein Gedeck mehr aufgelegt als nötig. Dieses soll einerseits an die Verstorbenen erinnern, andererseits drückt es traditionell Gastfreundschaft für zufällig an die Tür klopfende, bedürftige Menschen aus.

In Süd- und Westdeutschland, im Elsass, in Luxemburg, in Österreich, in Südtirol, in der Deutschschweiz, in Ungarn, in Tschechien, in der Slowakei, in Slowenien und in Kroatien sowie in Südbrasilien ist vor allem das Christkind unterwegs. Wie auch beim Weihnachtsmann erzählt man sich, dass das Christkind ungesehen an Heiligabend oder in manchen Regionen auch in der Nacht zum 25. Dezember in die Häuser kommt und die Weihnachtsgeschenke bringt.

In Spanien gibt es erst am 6. Januar die Geschenke. Dann ziehen die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit ihren Gaben durch die Dörfer. Der Brauch geht darauf zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren wurde, die Könige aber erst im Januar eintrafen, um ihm zu huldigen.

In Italien bringen erst seit wenigen Jahren der Weihnachtsmann oder auch das Christkind die Geschenke. Früher mussten die Kinder auch hier bis zum 6. Januar warten, dem Dreikönigstag. Allerdings brachten nicht die Heiligen Drei Könige die Geschenke, sondern eine mythische vorchristliche Figur des italienischen Volksglaubens, die Hexe Befana.

Der Legende nach soll die Hexe Befana an ihrem Webstuhl sitzend von den Hirten und den drei heiligen Königen die frohe Botschaft erfahren haben, dass das Christkind geboren sei. Der Weihnachtsstern sollte die gute Hexe und die Heiligen Drei Könige zur Krippe ins heilige Land führen. Die alte Frau wollte aber noch zu Ende weben und dann nachkommen. Da sich aber die Hexe Befana zu spät auf den Weg machte und der Weihnachtsstern am Himmel bereits erloschen war, konnte sie das Christkind nicht mehr finden. Seit dieser Zeit, so sagt man, fliegt die gute Hexe Befana in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf der Suche nach dem Jesukind mit ihrem Besen von Haus zu Haus. Und füllt die von den Kindern bereitgestellten Strümpfe und Schuhe mit Süßigkeiten und Leckereien oder legt Geschenke unter den Weihnachtsbaum.

In Russland ist Väterchen Frost in der Nacht zum neuen Jahr auf seinem Schlitten unterwegs und bringt den Kindern Geschenke. Er besitzt ein magisches Zepter, das alles, was er damit berührt, zu Eis verwandelt. Vielleicht kann unser Weihnachtsmann sich das Zepter einmal ausleihen, dann haben wir auch mal wieder weiße Weihnachten in Wolfsburg.

JSG