Das Wappen und die Mit-Mach-Aktion „Male dein Wolfsburg Wappen“

Wob‘s Up kids ist unsere neue „mach dich noch schlauer“-Reihe für ­Kinder. Dieses Mal geht es um das Thema ­Wappen. ­­Ein Wappen ist ein bestimmtes Zeichen, das zum Beispiel für eine Stadt, ein Land oder aber auch für eine Familie stehen kann und zur Wiedererkennung dient.

Ihr habt bestimmt schon einmal ein Wappen gesehen. Auf ­Nummernschildern von Autos, auf Fahnen oder an Gebäuden. Aber wisst ihr eigentlich, warum es Wappen überhaupt gibt? Woher kommen sie, warum haben sie diese bestimmte Form, und wer denkt sich die Bilder aus, die man auf den Wappen sieht? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, müssen wir uns auf eine Zeitreise begeben. Nein, nicht bis zu den Dinosauriern. Wir reisen in die Zeit der Ritter.

Wie ihr bestimmt wisst, trugen die Ritter im Mittelalter zu ihrem Schutz eine Rüstung, die den ganzen Körper bedeckte. Dazu hatten sie ­einen Helm, der das Gesicht nicht erkennen ließ. Darum sahen alle Ritter von außen mehr oder ­weniger gleich aus. Um aber nun im Kampf Freund von Feind zu unterscheiden, musste ein eindeutiges Erkennungszeichen her. So entstand die Idee, farbige Muster auf die Schilder der Ritter zu malen, um die Ritter auseinanderhalten zu können. Aus diesem Zusammenspiel von Schildform und Bild entwickelte sich das sogenannte ­Wappen. Während sich die Ritter zunächst ein Wappenzeichen frei wählen konnten, gab es schon bald vorgeschriebene Regeln für die ­Farben, Formen und Symbole. Die Wappen wurden von soge­nannten Herolden erstellt. Als Herold bezeichnete man einen Experten in der Wappenkunde. Darum wurde die Wappenkunde schließlich als Heraldik bezeichnet.

Die Heraldik befasst sich mit der Geschichte und der Be­schreibung von Wappen. Dabei werden drei Bereiche unterschieden: Die ­Wappenkunst beschäftigt sich mit der äußeren Gestaltung, die Wappenkunde interpretiert die unterschiedlichen Wappen, und Gegenstand des Wappenrechts sind schließlich die Regeln, wie ein Wappen zu führen ist.

Heute kann ein Wappen beispielsweise symbolisch eine Familie oder eine Person repräsentieren, aber auch einen Staat, ein Land, oder eine Stadt – wie Wolfsburg.

Kennt ihr eigentlich das Stadtwappen von Wolfsburg? Wolfsburg hat sein Wappen gemeinsam mit seinem Namen erhalten. Das erklärt auch, warum der Name der Stadt direkt aus dem Wappen ablesbar ist: „Wolf“ und „Burg“. Das heißt, dass es in der Ritterzeit leider keinen Ritter gab, der wie im Bild auf seinem Schutzschild das

Wappen Wolfsburgs trug. Erst um 1945 entwarf der technische Zeichner der Stadtwerke, Philipp Kern, in seiner Freizeit das erste Wolfsburg-Wappen. Das Wappen war damals noch sehr ­naturgetreu gezeichnet, die Bilder sahen also ziemlich genau so aus, wie man sich eine Burg und einen Wolf vorstellt: Die Burg hatte ein schwarzes Tor mit einem Fall­gitter. Neben der Burg wuchsen grüne Büsche. Der Wolf auf der Burg war in Brauntönen gezeichnet. Da das Wappen aber der oben erwähnten Wappenkunst – zum Beispiel in der Farbgebung – nicht entsprach, wurde eine Überarbeitung des Wappens beauftragt.

Heute zeigt das Wolfsburger Wappen einen Wolf, der auf einer Burg steht. Wobei die Burg kein bestimmtes Gebäude darstellt, sondern nur symbolisch für den Begriff „Burg“ genutzt wird. Die Wellen unter der Burg symbolisieren den Fluss Aller, die durch Wolfsburg verläuft.

Das Wappen ist ein hoheitliches Zeichen. Das bedeutet, es darf nur nach Genehmigung der Stadt auf besonderen Dokumenten oder Materialien verwendet werden.

Aus unserer Mit-Mach-Aktion „Male dein Wolfsburg Wappen“ haben uns viele kreative, originelle und wunderschöne Wappenideen erreicht. Die vier Gewinner siehst du oben im Bild.

Eure jsk