Zu Gast beim SV Sandkamp

Im Süden fließt in unmittelbarer Nähe der Mittellandkanal, im Osten und Norden liegt das VW-Werk quasi nur einen Katzensprung entfernt. Sandkamp ist ein Stadtteil mit einer besonderen Umgebung – und einem besonderen Sportverein. Denn der SV Sandkamp hat einiges zu bieten.

Einer, der genau weiß, was die Frauen, Männer und Kinder im Verein bewegt, ist Thomas Henke. Der 50-jährige ist 1. Vorsitzender im Verein und hat viel zu berichten, wenn es um den „SVS“ geht.

„Aktuell hat der SV Sandkamp 422 Mitglieder und bietet die Sportarten Tischtennis, Tennis, Fußball, Gymnastik, Radsport, Senioren-Gymnastik und Yoga an,“ berichtet Henke stolz. Besonders die Tischtennis-Sparte ist ein Aushängeschild vom SVS, der 1921 von 17 jungen Männern gegründet wurde. Die 135 Tischtennis-Spieler sind in 14 Teams aktiv und sorgen regelmäßig auch überregional für Furore. So wurden die Damen kürzlich Deutscher Vize-Pokal-Mannschaftsmeister.

(c) SV Sandkamp

Doch bei den Sandkämpern liegt der Fokus nicht nur auf sportliche Höchstleistungen, sondern auch auf ein vertrauensvolles Miteinander. „Es ist schön anzusehen, wie sehr das Zwischenmenschliche in den Sparten gepflegt wird“, betont Henke. Die Liste der gemeinsamen Aktivitäten ist lang: Da sind zum einen die regelmäßigen Ausflüge der Yoga- und Gymnastikdamen sowie die Grünkohlwanderungen beim Tennis. Preisskat wird ausgerichtet und die Fußballer organisieren ein alljährliches Sommerfest. Zusammengefasst gibt es viele gemeinsame Aktivitäten, auch spartenübergreifend. „Kurzum, wer sich für den SVS entscheidet, bekommt nicht nur ein breites Sportangebot in einer modernen Sportanlage geboten, sondern quasi auch familiären Anschluss“, bringt Henke die Vorzüge des Vereins auf den Punkt. Apropos Vereinsanlage: Die Sporthalle wurde im vergangenen Jahr abschließend saniert und grundlegend modernisiert. Es gibt im Außenbereich zwei Fußballplätze mit Flutlichtanlage und die Sparte Tennis verfügt neben einem eigenen Vereinsheim über fünf Außenplätze.

Aber auch für den SV Sandkamp ist bei weitem nicht alles Rosarot. Vielmehr müssen auch knifflige Situationen gemeistert werden. „Wie viele andere Vereine, leben auch wir vom Ehrenamt“, macht Henke deutlich. Die Organisation des Vereins, das „am Laufen halten“, wird beim SVS durch vergleichsweise wenige Ehrenamtliche gemeistert. „Dies treibt uns um, macht uns auf der anderen Seite aber auch immer wieder stolz. Es ist heutzutage schwierig, Personen zu finden, die Ämter im Verein annehmen und ausüben. Diejenigen die es dann tun, machen es mit Passion und mit Ausdauer“, berichtet Henke.

Sorgen bereitet dem 1. Vorsitzenden zudem, dass für die klassischen Sportarten wie Tennis, Tischtennis und Fußball kaum oder wenig Jugendliche zu gewinnen sind. Zusätzlich herrsche bei einigen Eltern der Glaube, dass es genüge, die Kinder lediglich beim Verein abzuliefern. „Hier wünschen wir uns mehr Verständnis für die Beitragsstrukturen und dafür, dass die Übungsleiter eben auch nur ehrenamtlich aktiv sind und ihre Freizeit für den Verein und den Nachwuchs hergeben,“ erklärt Henke. „Es ist dafür umso schöner zu sehen, wie sich unsere Betreuer für ihre Kids ins Zeug legen und sie auch zu Veranstaltungen außerhalb von Sandkamp begleiten.“

Um in Zukunft besonders die jüngere Generation verstärkt auf den SV Sandkamp aufmerksam zu machen, liegt ein zentraler Fokus der Verantwortlichen auf den digitalen Medien und eine moderne Präsentation. „Wir wollen unbedingt unseren Internetauftritt www.svsandkamp.de erneuern, verbessern und verschönern. Ein Schritt nach vorne ist auf jeden Fall unsere neue Präsenz auf Facebook“, erläutert Henke.

Insgesamt blickt der Vereinsvorsitzende zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn es noch ein paar Jahre hin ist, so sind die Verantwortlichen doch schon gedanklich in Vorbereitung auf das 100-jährige Bestehen des SV Sandkamp im Jahre 2021. Dann wollen sie diverse Aktionen anbieten, die sowohl sportlicher, als auch gesellschaftlicher Natur sind. Und das nicht nur für die Mitglieder und deren Familien, sondern für alle Sandkämper, befreundete Vereine und interessierte Gäste.

AS

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