60 Jahre Italiener in Wolfsburg

Teil 5 des Topthemas “Zusammen sind wir Wolfsburg”

Ein Jubiläum für die ganze Stadt

2022 steht in Wolfsburg ein wichtiges Jubiläum an: Vor 60 Jahren kamen die ersten italie­ni­schen Arbeiter in der Volks­wa­gen­stadt an. Ein Ereignis, das nicht nur für die italie­ni­sche Community, sondern für die ganze Stadt­ge­sell­schaft von Bedeutung ist. Denn: Wolfsburg hätte sich ohne die Ankunft der Italiener*innen und die spätere Zuwan­de­rung auch anderer Natio­na­li­täten nicht zu der Stadt entwi­ckelt, die sie heute ist.

Im Laufe dieses Jahres sind zu diesem Thema mehrere Veran­stal­tungen geplant. Den Auftakt machte Anfang des Jahres die Ausstel­lung „Com’eravamo“. Der fotogra­fi­sche Blick auf die ersten italie­ni­schen ‚Gastar­beiter‘ in Wolfsburg (1962)“. Sie wurde von der Italie­ni­schen Konsu­la­ragentur gemeinsam mit dem Institut für Zeitge­schichte und Stadt­prä­sen­ta­tion (IZS), der Stadt Wolfsburg, der Volks­wagen AG und weiteren Partnern im Designer Outlets Center reali­siert. Ausge­stellt wurden Fotogra­fien aus dem Jahr 1962 – dem Jahr, in dem die ersten italie­ni­schen „Gastar­beiter“ gleich nach ihrer Ankunft in den Fokus der lokalen wie auch überre­gio­nalen Presse gerieten: Denn der Volks­wa­gen­kon­zern reali­sierte für sie innerhalb kürzester Zeit die erste Großwohn­sied­lung für „Gastar­beiter“ in der Bundes­re­pu­blik. Fotojour­na­listen, darunter Werks­fo­to­graf Willi Luther, hielten das Leben der Italiener in all seinen Facetten fest.

Zur Jahres­mitte ist mit „Percorsi di vita“ eine weitere Ausstel­lung geplant, bei der die Perspek­tive umgekehrt wird: Auf Initia­tive des IZS sollen nun die Italiener*innen selbst zu Wort kommen und ihre Lebens­wege erzählen. In der Präsen­ta­tion werden etwa ein Dutzend Lebens­wege von Italiener*innen zentral gestellt – von 1962 bis heute. Dafür sichtet Anita Placenti-Grau, die Leiterin des IZS, gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen aktuell nicht nur neu zur Verfügung gestellte Fotoalben, Origi­nal­film­auf­nahmen und weiteres Material, sondern führt bereits intensive Gespräche, die zahlreiche neue Perspek­tiven eröffnen.

Es liegt in der Natur von Jubiläen, auf vergan­gene Ereig­nisse zurück­zu­bli­cken, besondere Leistungen zu würdigen, ihre Bedeutung für das Heute zu begreifen“, hebt Fabio Dorigato, Italie­ni­scher Konsu­la­ra­gent in Wolfsburg, hervor. Doch damit nicht genug, denn „jedes Jubiläum, jeder Blick in die Geschichte bedeutet auch immer eine Chance, die eigene Perspek­tive zu wechseln und aus den Begeben­heiten der Vergan­gen­heit neue Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“. Eben jenen Perspek­tiv­wechsel wagt die geplante Folge­aus­stel­lung. Zweifels­ohne haben „die Italie­ne­rinnen und Italiener in Wolfsburg viel erreicht: Damals in den 1960er Jahren als Gastar­beiter angekommen, haben sie sich heute als ein fester und bedeu­tender Teil der Wolfs­burger Stadt­ge­sell­schaft etabliert“, führt Fabio Dorigato aus, „doch möchten wir mit der neuen Ausstel­lung der Frage nachgehen, wie und auf welchen Wegen sich die italie­ni­sche Community über die letzten 60 Jahre in Wolfsburg etabliert hat“. Das geht nur exempla­risch – aber in einer größt­mög­li­chen Vielfalt.

Text: Institut für Zeitge­schichte und Stadt­prä­sen­ta­tion (IZS) & Italie­ni­sche Konsu­la­ragentur Wolfsburg

Beitrags­bild: Willi Luther, 1962; Volks­wagen AG

Anita Placenti-Grau, Telefon­nummer: 05361 2757–34, E‑Mail: anita.placenti-grau@stadt.wolfsburg.de

Weiter zum Teil 6 “Tunesi­sche Gastar­beiter in Wolfsburg” des Topthemas:

DEIN WOLFSBURG, Ausgabe 15, Sommer 2022

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60 anni di italiani a Wolfsburg – 

Un anniver­s­ario per tutta la città

In questo anno ricorre a Wolfsburg un anniver­s­ario importante: 60 anni fa arriva­rono nella città della Volks­wagen i primi lavor­a­tori italiani. Questo avvenimento è signi­fi­ca­tivo non solo per la comunità italiana, ma per l’intera società cittadina. Infatti, Wolfsburg non sarebbe diventata la città che è oggi senza l’arrivo degli italiani e senza la succes­siva immigra­zione di altre nazionalità.

Nel corso dell’anno sono previsti diversi eventi dedicati a questa ricor­renza: la serie di manifes­ta­zioni è stata inaugu­rata all’inizio dell’anno dalla mostra “Com’er­avamo. La visione fotogra­fica dei primi ‘lavor­a­tori ospiti’ italiani a Wolfsburg (1962)“, organiz­zata presso i Designer Outlets dall’A­genzia Consolare d’Italia insieme all’I­sti­tuto Storico (IZS), il Comune di Wolfsburg, il Gruppo Volks­wagen e altri partner. Furono esposte fotografie del 1962 – l’anno in cui i primi “lavor­a­tori ospiti” italiani, subito dopo il loro arrivo, divennero centro d’interesse della stampa locale e nazionale poiché la Volks­wagen aveva costruito in brevis­simo tempo il primo grande complesso residen­ziale per “lavor­a­tori ospiti” nella Repub­blica Federale Tedesca. I fotore­porter, tra cui il fotografo di fabbrica Willi Luther, non persero l’occasione di fotogra­fare gli italiani nella loro nuova vita a Wolfsburg, in diverse situa­zioni quotidiane.

Italienische Gastarbeiter
italie­ni­sche Gastar­beiter
Foto: Willi Luther © Volks­wagen AG

Per la metà dell’anno è prevista un’altra mostra, intito­lata „Percorsi di vita”, in cui però la prospet­tiva sarà invertita: su inizia­tiva dell’IZS, saranno gli italiani stessi a raccon­tare la storia della loro vita. Una dozzina di italiane e italiani sono invitati a raccon­tare il loro percorso di vita, dal 1962 ad oggi. A questo scopo, Anita Placenti-Grau, la dirett­rice dell’IZS, e il suo staff stanno racco­gli­endo album fotogra­fici, filmati originali e altro materiale privato finora mai esposto, condu­cendo inoltre diverse inter­viste e scoprendo numerosi nuovi punti di vista.

È nella natura degli anniver­sari guardare indietro agli eventi passati, onorare le straor­di­narie conquiste, compren­dere il loro signi­fi­cato per l’oggi”, sotto­linea Fabio Dorigato, Agente Consolare d’Italia a Wolfsburg. Ma non è tutto, perché “ogni anniver­s­ario, ogni sguardo alla storia implica sempre la possi­bi­lità di cambiare la propria prospet­tiva e di trarre dagli eventi passati nuove conclu­sioni per il futuro”. È proprio questo cambio di prospet­tiva che la nuova mostra si propone di raggi­ungere. Non c’è dubbio che “gli italiani hanno ottenuto molto a Wolfsburg: arrivati negli anni Sessanta come “lavor­a­tori ospiti”, si sono ora affermati come parte solida e importante della società cittadina di Wolfsburg”, spiega Fabio Dorigato, “ma con la nuova mostra vorremmo porre l’attenzione su come e con quali mezzi la comunità italiana si è stabilita a Wolfsburg negli ultimi 60 anni”. Questo può essere fatto solo a titolo di prova – ma nella massima diversità possibile.

INFO BOX:
Chiunque sia venuto a Wolfsburg dall’I­talia negli anni ’60 e abbia ancora materiale fotogra­fico, documenti, lettere o diari è pregato di contattare l’IZS! (Anita Placenti-Grau, tel. 05361.275734, e‑mail: anita.placenti-grau@stadt.wolfsburg.de)

Trovi tutte le manifes­ta­zioni nell’ambito del 60°anniversario sulla homepage dell’Agenzia Consolare d’Italia: https://conswolfsburg.esteri.it/consolato_wolfsburg/it/

Testo: Institut für Zeitge­schichte und Stadt­prä­sen­ta­tion (IZS) & Agenzia Consolare d‘Italia Wolfsburg

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